Tool 02 · Dividenden-Tools
Ampelbasiertes Frühwarnsystem für jede Depotposition. Payout Ratio, EPS-Deckung und freier Cashflow – in einer Zeile zusammengefasst und farblich sichtbar.
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Excel-Vorlage
Dividenden-Kürzungen sind der Albtraum jedes langfristigen Investors. Sie treffen den Cashflow, das Vertrauen und – nach einer Ankündigung – meistens auch den Kurs. Erfahrungsgemäss geben Unternehmen, die eine Kürzung ankündigen, im gleichen Zug vorsichtige oder gar negative Ausblicke ab, was in den Wochen darauf zusätzliche Kursverluste bringt. Wer solche Situationen bereits ein bis zwei Jahre im Voraus erkennen kann, hat einen enormen strategischen Vorteil. Genau dafür ist das Dividenden-Warnsystem gebaut.
„Eine gute Dividende ist eine, die auch nach dem Cashflow-Test noch steht."
Die Vorlage berechnet für jede Position zwei zentrale Kennzahlen. Erstens die klassische Payout Ratio auf EPS: Wie viel des Gewinns je Aktie wird an Aktionäre ausgeschüttet? Zweitens die weitaus wichtigere Payout Ratio auf den freien Cashflow: Wie viel des tatsächlich verdienten Cashs verlässt das Unternehmen jedes Jahr in Richtung Dividende? Diese zweite Kennzahl ist der eigentliche Realitätstest, denn nur aus echten Cashzuflüssen kann eine Dividende dauerhaft finanziert werden. Bilanzielle Gewinne dagegen lassen sich – innerhalb legaler Spielräume – gestalten.
Sobald du EPS und FCF in die Vorlage einträgst, berechnet die Tabelle beide Payout Ratios und legt eine Ampel darüber: Grün bedeutet solide, Gelb bedeutet Beobachtungsbereich, Rot bedeutet strukturelles Risiko. Die Schwellenwerte sind so kalibriert, wie sie in der Praxis von Fondsmanagern und Analysten verwendet werden: unter 60 Prozent grün, 60 bis 80 Prozent gelb, darüber rot. Für kapitalintensive Branchen (Versorger, Immobilien-REITs, Rohstoffe) gelten teilweise andere Bandbreiten – diese Sondersituationen dokumentiert die Anleitung ausführlich.
Das Kernblatt Risiko-Tracker enthält eine Zeile pro Depotposition. In die weissen Zellen trägst du Kurs, Jahresdividende, EPS und FCF je Aktie ein. Die farbig hinterlegten Zellen sind Berechnungsspalten und werden von der Vorlage automatisch gefüllt. Ausschüttungsrendite, Payout-Ratio-EPS, Payout-Ratio-FCF und ein gesamthaftes Risiko-Signal werden Zelle für Zelle berechnet. Das zweite Blatt „Dashboard" gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Anzahl grüner, gelber und roter Positionen sowie den durchschnittlichen Payout-Grad deines Depots.
Auf dem ersten Blatt findest du eine ausführliche Anleitung: Erläuterungen zu jeder Spalte, Definitionen der Kennzahlen, Hinweise zu Sonderfällen (REITs, MLPs, europäische „Dividendenglättung" bei Versorgern) und praktische Tipps zur Interpretation der Ampeln. Die Anleitung ersetzt keine Investment-Recherche, aber sie zeigt, wo man in einer typischen Bilanz die Werte findet, die du brauchst.
Wer sein Depot regelmässig mit dem Warnsystem prüft, macht am Ende weniger Bauchentscheidungen. Statt jeder unruhigen Marktphase mit Verkäufen zu begegnen, sieht man an der Ampel, ob es sich um ein Kursrauschen oder um ein strukturelles Problem handelt. Das Ergebnis ist eine deutlich stabilere Anlagepolitik, weniger Umschichtungen, weniger Handelskosten und – ganz nebenbei – bessere Nachtruhe. Genau das ist das langfristige Ziel jedes Dividendeninvestors.
Ein zusätzlicher Vorteil zeigt sich beim jährlichen Depot-Review: Wer die Werte einmal pro Jahr diszipliniert aktualisiert, erhält innerhalb weniger Minuten eine faktenbasierte Grundlage für die Entscheidung, welche Positionen aufgestockt und welche bewusst zurückgefahren werden sollten. Diese Routine ersetzt das diffuse Gefühl, „mal wieder etwas tun zu müssen", durch klare Zahlen. Aus einem hektischen Reagieren auf Schlagzeilen wird ein ruhiges, wiederkehrendes Ritual, das den emotionalen Anteil an Anlageentscheidungen deutlich reduziert und die langfristige Renditequalität des Depots strukturell verbessert.
Die Payout Ratio (Ausschüttungsquote) beschreibt, welcher Anteil des Gewinns oder des freien Cashflows eines Unternehmens als Dividende ausgeschüttet wird. Werte unter 60 Prozent gelten als sicher, 60 bis 80 Prozent sind Beobachtungsbereich, alles darüber ist Warnsignal. Das Warnsystem berechnet beide Quoten (auf EPS und auf FCF) und zeigt sie als Ampel an.
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